Ich bin heute 63 und machte deswegen meinen Laptop an,

da es möglich sein kann,

dass Glückwünsche per E-mail eintreffen.

Die erste, die ich bekam war die Todesanzeige,

die dein Ableben bekannt gibt.

Am 1. Juli hast du dich noch gefreut,

dass ich nach Jahre langer Abstinenz

mich versuchte an einem Bild.

Du hattest die Daumen hoch gehalten

und alles war wie immer.

Jetzt ist nichts mehr und wird es nimmer.

Du bist so unerwartet aus diesem Leben fort,

obwohl du doch immer so lebensfroh

und voll Energie warst.

Hast nie mit netten Worten gespart.

Auch warst du so ein herzensguter, hilfsbereiter Mensch.

Wo bist Du jetzt?

An welchem Ort?

Ich bin so traurig, dass ich es in Worte nicht fassen kann.

Nie wieder Purbach-Treffen oder in Wien.

Das muss ich erst verarbeiten.

Realisieren geht gar nicht und Du fehlst mir.

Ich habe dich noch in meiner WhatsApp und das letzte Mal

ist erst am 1. Juli her.

Seit 5. Juli gibt es dich nicht mehr. 

Ich verstehe die Welt,

das Leben selbst nicht mehr.

Ich danke dir liebe Vera für die Zeit,

die wir zusammen verbringen haben dürfen. 

Wenn es nach dir gegangen wäre,

wäre ich sogar eine Mitbewohnerin

in deinem Haus in Purbach geworden.

Deine Hilfsbereitschaft war beinahe grenzenlos.

Dich jetzt missen zu müssen ist ein hartes Los.

Ruhe in Frieden liebe Vera.

Ich habe versucht, deinen letzten Willen

irgenwie noch umsetzen zu können.

Leider scheitert das an den Gesetzen.

Du hast das wohl vor dich her geschoben,

da so ein Dokument mit dem Tod zu tun hat.

Nun ist er viel zu früh eingetroffen.

Dein letzter Wille wird wohl nicht erfüllt

und alles, was du dir für das Leben nach dir

vorgestellt hast, bekommt nun der Staat,

für den du so viele Jahre fleißig gearbeitet hast.

Du reißt ein riesen großes Loch in mein Leben.

In meinem Herzen wirst du weiter leben.

Ich vermisse dich jetzt schon sehr.

Doch du bist jetzt gewiss gut aufgehoben

und das zählt wohl mehr.

 

 

 

In tiefer Betroffenheit am 18. Juli 2019 (c) J.P.E.

 

Es war nicht die einzige Todesanzeige, die ich an diesem Tag erhalten habe.

 

Deine hat mich zutiefst betroffen.

Du warst erst im 58. Lebensjahr, aber ich bin jetzt beruhigt, da ich nun weiß, dass du nicht alleine in deinem schönen Haus gewesen bist und eventuell keine Hilfe holen hast können. Dieser Gedanke hat mich total fertig gemacht und so habe ich es gewagt, die Künstlervereinigung anzuschreiben und ich habe tatsächlich dann Klarheit über dein Ableben bekommen. Da ich nicht verwandt war mit dir, erhält man ja grundsätzlich keine Auskunft. Nicht einmal auf deinem Arbeitsplatz hat man gesagt, woran du so plötzlich gestorben bist. Da hat man nur Bescheid gegeben, dass du nicht wieder kommen wirst. Das fällt nämlich auch alles unter Datenschutz. Ich finde das einfach nur traurig. Zurück bleibt tiefe Betroffenheit und Unwissenheit. Deine Gansl-Essensrunde weiß vielleicht noch nicht einmal, dass du nicht mehr unter uns verweilst.

Sie alle werden  dich schrecklich vermissen und ich glaube, ich werde Purbach auch nicht mehr in diesem Leben sehen. Ich könnte es nicht, obwohl ich es so geliebt habe und das schon in jungen Jahren, als ich dich noch gar nicht gekannt habe.

Man hat mir per E-Mail geschrieben, dass viele Menschen auf deiner Verabschiedung waren. Viele auch aus deinem Arbeitsumfeld.

Ich habe leider nicht daran teilnehmen können, da meine MS auf Grund der Hitze schon eine Weile anschiebt und darüber haben wir uns ja noch Anfang Juli unterhalten. Du hast ja die Hitze auch nicht leiden können. Gedanklich war ich voll bei dir. Es tut so weh und eigentlich ist es völlig irrational.

 

 

Ich versuche ständig, die Fehler hier auszubessern, aber die Tränen decken sie zu.