Über mich

Am 18. Juli 1956 gesellte ich mich zu der auserlesenen Schöpfung „Mensch“. Um 10.15 Uhr riskierte ich den ersten Blick in unsere kleine, aber bereits von Menschen ausgefüllte Stube in meiner Heimatstadt Wiener Neustadt. Hier wuchs ich auf und bin auch heute noch beheimatet. Gut verwurzelt mit meiner Heimat, in zweiter Ehe glücklich verheiratet, wurde mir auch das wunderbare Geschenk eines Sohnes im Jahr 1983 zuteil. Das war das Beste, was mir jemals im Leben widerfuhr.
Im zarten Alter von knapp acht Jahren, kaum der Schreibschrift mächtig, schrieb ich bereits meine ersten Gedichte und Geschichten.
Sie entstanden in meinem Kopf und mussten unbedingt zu Papier gebracht werden. Im Erwachsenenalter folgten Kindertheaterstücke, welche natürlich auf privaten Feiern aufgeführt wurden.
Die Schreiberei führte und begleitete mich durch meine nicht immer einfache Kindheit. Sie ist auch heute noch ein Ausgleich auf manchen schwierigen Lebensstationen.
1996/97 entdeckte ich die Aquarellmalerei und diese beiden wunderschönen Hobbys verbanden sich automatisch miteinander. Es gibt zu vielen meiner Aquarelle ein Gedicht.
Im Jahr 2000 erhielt ich die Diagnose Multipler Sklerose, die Krankheit mit tausend Gesichtern, wie man sie im Volksmund nennt. Vieles musste ich bald aufgeben, wie z. B. meinen Lieblingssport Eistanzen und auch andere Aktivitäten, die mein Leben bis dato enorm bereicherten.
Etliche Freunde von damals gibt es heute nicht mehr. Nach den ersten heftigen Schüben war mir das noch gar nicht so recht bewusst, dass die Aufgabe meines Lieblingssportes auch Verzicht auf Freunde bedeuten würde.
Das war die schmerzhafteste Erfahrung nach Erhalt meiner Diagnose, jedoch mein Motto lautet:

 

Eine Tür geht zu, eine andere öffnet sich.

 

So schöpfe ich Kraft aus meiner Kreativität, die ich als Geschenk betrachte und nicht als eine Selbstverständlichkeit.
Inzwischen gilt auch die Malerei als solche für mich als abgeschlossen. Dieser wunderbare Lebensabschnitt sorgte in meinem Leben für viel positives und hielt stets neue Impulse für mich bereit.

Ich erreichte viel und lernte noch viel mehr. Es war eine wunderbare Zeit, an die ich gerne zurück blicke. Stets voll von Überraschungen und Lernprozessen, die uns das Leben bereit hält, halte ich Ausschau auf Neues und achte darauf, dass ich stets das Beste daraus mache bzw. umsetzen kann.
Auf Freundschaften aus dieser Zeit musste ich allerdings nicht verzichten.
Da entstanden richtig gute, zwischenmenschliche Beziehungen, die bis heute noch aufrecht sind.

Man muss sich auch nicht immer sehen, um sich verbunden zu fühlen.

 

 


NACHTRAG:  Am 10. Jänner 2021 hat mich mein lieber Mann nach zehn einsamen Tagen im Krankenhaus für immer verlassen. Zehn lange Tage habe ich weder seine Stimme hören, noch habe ich ihn sehen dürfen. Er wird sich sehr einsam gefühlt haben und das belastet mich sehr. Er fehlt mir und es schmerzt, dass ich ihn auf seiner letzten Reise nicht begleiten habe dürfen. (auf Grund der Corona-Bestimmungen)  Ich finde, kein Mensch hat sich das verdient, aber darüber hat sich in der Politik oder wer auch sonst immer dafür die Verantwortung trägt, noch keine Gedanken gemacht. Nach über dreißig gemeinsamen Jahren, war er auf seiner letzten Reise umgeben von Menschen mit Masken, Kopfbedeckung und auch sonst einer Astronauten ähnlicher Kleidung umgeben und wird sich gedacht haben, er befände sich auf einem anderen Planeten. Das schmerzt sehr und dieser Schmerz wird mich noch lange begleiten. 


Wie ich zu dem Namen Teddyfrau kam?

Als großer Teddybären-Fan malte ich natürlich auch die treuen Gesellen aus den Kindertagen, was mir bald diesen Namen einbrachte. Man zeigte Interesse an der Teddyfrau.:-)
Auf einer Vernissage im ehemaligen Cafe Siegl in Wiener Neustadt im Jahr 2002 zum Jubiläum „100 Jahre Teddybär“ präsentierte ich nicht nur meine Teddy-Aquarelle, sondern auch mein Manuskript zu meinem Adventbuch:

Wolkenbär fällt vom Himmel, das inzwischen Dank Lintschi im Online-Handel und in jedem Buchladen unter der dazugehörigen ISBN-Nummer erhältlich ist.

Die Teddy-Aquarelle wurden damals unter einigen Künstlerinnen und Künstler nicht ganz ernst genommen, aber gerade diese Bilder erhielten bald einen besonderen Bekanntheitsgrad und machten auch bald Geschichte. Jetzt fanden sie auch stilgerecht in diesem Büchlein Platz. Ich male nur noch selten, wenn es meine Krankheit zulässt, aber dann natürlich immer noch mit Leidenschaft und Spaß.

 


Das Leben hat so viel Schönes zu bieten. Schließlich weckte der PC selbst eine Leidenschaft in mir. Das Erlernen von digitaler Fotografie und Bildbearbeitung, sowie die Anfertigung kleinerer Animationen meiner eigenen Aquarelle machten mir großen Spaß.

Das funktioniert zwar auch nur noch sporadisch, (wegen dem Tremor in den Fingern) aber:

 

 

" Das Glück liegt in der eigenen Zufriedenheit und diese kann der Mensch tatsächlich nur in sich selbst finden.:-) "

 

 

Ich werde mich gewiss nicht in Selbstmitleid sühlen, sondern hier die Seiten füllen.